DSL und VDSL in Dresden
Bis Ende 2007 baut die Deutsche Telekom in Dresden ein VDSL- Hochgeschwindigkeitsnetz auf.
Mit Übertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s)
erhalten Privathaushalte und Unternehmen schnelle
Internetanschlüsse und können innovative
Multimediadienstleistungen inklusive internetbasiertes
Fernsehen in HD-Qualität nutzen.
VDSL ist derzeit die schnellste verfügbare DSL-Technik.
Bereits 2006 wurden von der Deutschen Telekom in 12
deutschen Städten, darunter auch Leipzig, VDSL-Netze
aufgebaut. Im Jahr 2007 sollen weitere 15 Städte folgen. Ab
2008 ist der
Ausbau auf insgesamt 50 Städte geplant.
Für den Aufbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes sind
umfassende technische Arbeiten erforderlich. In Dresden
werden insgesamt 350 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Die
derzeit vorhandenen 830 Verzweigergehäuse werden durch
leistungsfähigere neue Gehäuse ersetzt. Die erforderliche
Breitbandtechnik zur Versorgung der Gebiete wird in diesen
neuen Gehäusen untergebracht. Die Bauarbeiten sollen von
März bis Oktober 2007 durchgeführt werden.
Die Deutsche Telekom hat dazu mit der Stadt Dresden einen
Objektvertrag abgeschlossen, mit dem ein beschleunigtes
Genehmigungsverfahren für die Bauarbeiten erreicht werden
soll. Der Verwaltungsvorstand hatte dem Vorhaben bereits im
November 2006 zugestimmt.
Nach Abschluss der Ausbauarbeiten haben ca. 175.000
Haushalte in Dresden (86 %) die Möglichkeit, das Internet
in dieser Leistungsdimension zu nutzen.
Bisher war die Nutzung des Internets in DSL-Geschwindigkeit
noch nicht in allen Dresdner Stadtteilen möglich. Beim
Aufbau des Telefonnetzes in den 1990er Jahren kam
Glasfasertechniktechnik
(OPAL-Netz) zum Einsatz, die den heutigen Anforderungen an schnelle
DSL-Verbindungen nicht genügt. Zu den betroffenen
Stadtgebieten zählen u. a. Blasewitz, Tolkewitz, Striesen,
Gruna, Löbtau, Pieschen, Klotzsche und Hellerau, wobei es
teilweise den kompletten Stadtteil oder nur einzelne
Straßen im Stadtteil betrifft.
Die Deutsche Telekom hat während der Pressekonferenz am
11.5.2007 im Dresdner Rathaus angekündigt, auch die
Stadtgebiete, wo bisher noch keine Nutzung des Internet in
DSL-Geschwindigkeit möglich war, im Rahmen des
VDSL-Projektes mit auszubauen. Die DSL-Fähigkeit des Netzes
soll dabei teilweise durch das Verlegen neuer
Kupferleitungen oder durch den Ausbau der Technik ereicht
werden.
Diese Ankündigung der Deutschen Telekom gilt mit einer Ausnahme: Ca. 27.000
Anschlüsse im Stadtteil Striesen werden vorerst nicht
versorgt. Als Grund gibt die Deutsche Telekom technische
Rahmenbedingungen an, die einen Ausbau derzeit als nicht
wirtschaftlich erscheinen lassen.
Wir möchten, dass auch in diesem Stadtteil für Privatnutzer
und Unternehmen eine DSL-fähige Lösung durch die Deutsche
Telekom angeboten wird. Wir glauben, dass bei genauer
Betrachtung der Rahmendaten des Stadtteiles Striesen, wie
beispielsweise der höchsten Bevölkerungsdichte in der Stadt
Dresden, eine wirtschaftlich darstellbare Lösung gefunden
werden sollten. |