Aktuelles DSL in Striesen
11.05.2007
VDSL– Ausbau eines High-Speed-Netzes durch die
Deutsche Telekom AG
Die Deutsche Telekom AG,
T-Com, installiert in Dresden Anlagen für den
superschnellen Zugang zum Internet per VDSL
Hochgeschwindigkeitsnetz. Dresdens Netz soll durch Nach-
und Aufrüstung vorhandener Kommunikationsanlagen fit für
Internetübertragungsraten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde
gemacht werden. Damit gehört Dresden zu den ersten zehn
ausgewählten Großstädten in der Bundesrepublik, in denen
die Deutsche Telekom AG dieses Vorhaben umsetzen wird.
„Die Landeshauptstadt Dresden begrüßt die Wahl der
Deutschen Telekom AG. Dresden erhält neue
zukunftsorientierte Technik und wird dieses große Vorhaben
mit modernem Genehmigungsmanagement in kürzester Zeit
realisieren helfen", so der Beigeordnete für
Stadtentwicklung, Bürgermeister Herbert Feßenmayr. Der
Verwaltungsvorstand hatte dem Vorhaben bereits im November
2006 zugestimmt. „Vom Aufbau des
VDSL-Hochgeschwindigkeitsnetzes profitieren Privatnutzer
und vor allem die Unternehmen in unserer Stadt. Das
bedeutet eine Stärkung des Innovationsstandortes Dresden
insbesondere im internationalen Wettbewerb", sagt der
Beigeordnete für Wirtschaft, Bürgermeister Dirk Hilbert.
In nur 18 Monaten soll das Gesamtvorhaben realisiert sein.
Das bedeutet einen außergewöhnlich hohen Arbeitsaufwand für
die Verwaltung. Standort- und Trassenanträge müssen
beschieden sowie Tiefbauarbeiten im öffentlichen Raum
genehmigt und überwacht werden. Ein Umfang an Aufgaben, der
etwa dem Doppelten der jährlichen Leistungsfähigkeit der
Mitarbeiter in den betroffenen Ämtern entspricht und
zusätzlich anfällt.
Der Umbau bzw. der Neubau von 970 Verteilerkästen mit neuen
Multifunktionsgehäusen durch die Deutsche Telekom AG
innerhalb des laufenden Jahres mündet letztendlich in ca.
200 „Bauvorhaben" für die Verteiler und noch einmal
ungefähr so vielen für neue Leitungstrassen, die einzeln
bearbeitet werden müssen. Hinzu kommen die Genehmigungen
für Aufgrabungen im öffentlichen Straßenraum u. a. für ca.
46 Kilometer neu zu bauende Kabeltrassen. Vom Vorhaben
hauptsächlich betroffen sind öffentliche Straßen, aber auch
öffentliche Parks und Grünanlagen. Fragen der
Stadtgestaltung und des Denkmalschutzes müssen
berücksichtigt werden.
Die Anträge müssen fristgemäß bearbeitet werden, damit die
Deutsche Telekom AG das geplante Projekt umsetzten kann.
Deshalb wird für die Genehmigung der Anträge ein neuer Weg
beschritten. Die Antragsunterlagen werden papierlos an die
Stadt und die höhere Denkmalschutzbehörde eingereicht und
dort bearbeitet. Das Straßen- und Tiefbauamt, das Amt für
Stadtgrün und Abfallwirtschaft und das Stadtplanungsamt
prüfen und bescheiden innerhalb kürzester Zeit. So sollen
erste Genehmigungen bereits im Laufe der kommenden Woche
erteilt werden. Befristet müssen dafür zusätzlich sechs
Arbeitskräfte (für den Zeitraum von zwei Jahren) eingesetzt
werden.
Bei der Umsetzung des gesamten Vorhabens wird an die
Einsicht der Bürger der Stadt appelliert. Es wird
zahlreiche Aufgrabungen geben. Neue größere
Kabelverzweigerschränke werden aufgebaut. Die Nutzung von
Straßen allerdings wird eher weniger eingeschränkt, da der
überwiegende Teil der Anlagen sich auf und unter den
Gehwegen und Nebenanlagen befindet.
Nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) haben
derzeit etwa 37 Prozent aller deutschen Haushalte einen
breitbandigen Internet-Zugang. Im internationalen Vergleich
liegt Deutschland damit gerade einmal im unteren Drittel.
Die Deutsche Telekom AG ist ein von der Regulierungsbehörde
lizenzierter Netzbetreiber, dem nach dem
Telekommunikationsgesetz (TKG) ein Rechtsanspruch für die
Benutzung von öffentlichen Verkehrswegen zur Errichtung von
Anlagen der Telekommunikation eingeräumt ist.
(Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden) |